SYSKOP2017

“Next Generation IT – Digital is not enough”

18. IT-MANAGEMENTDIALOG
11. Mai – 14. Mai 2017 Resort Schwielowsee bei Potsdam

Workshops

Workshop 1:
Der digitale Wandel in der Applikationslandschaft
EAM als Gestalter oder Methode?
Workshopleitung: Ralf Ehrenborg, Fresenius Netcare GmbH
Hans Pezold, Uniper AG

Workshop 2:
Digital Sourcing
Freiräume schaffen!
Workshopleitung: Wolfgang Kopp, BSH Hausgeräte GmbH
Kai Reichardt, Allianz Managed Operations & Services SE

Workshop 3:
Cyber Security Wargaming
Angriff auf zentrale Anwendungssysteme
Workshopleitung: Dr. Alexander Ziesemer, Thyssenkrupp Business Services GmbH
Michael Bartsch, Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit e.V

Workshop 4:
Design Thinking
Kreativität als Treibstoff für die IT
Workshopleitung: Henning Evers, Lufthansa Technik AG
Prof. Dr. Falk Uebernickel, ITMP AG I Universität St. Gallen

Workshop 5:
Menschen entwickeln
Wohin soll die digitale Reise gehen?
Workshopleitung: Heiko Bode, TELCAT Multicom GmbH
Martin Krill, Hager Unternehmensberatung GmbH

Workshop 6:
Digital Power by Partnership
Innovatoren mit Zukunft
Workshopleitung: Birgit Frohnhoff, Fiducia & GAD IT AG
Matthias Karbstein, DB Mobility Logistics AG

Workshop-Teilnahme und -Organisation
Die Workshops laufen zeitlich parallel, d.h. es ist jeweils die Teilnahme an einem Workshop möglich. Die Ergebnisse aller Workshops werden dem Plenum vorgestellt und im Rahmen einer InfoFair präsentiert. Der Dialog auf der InfoFair ermöglicht den Teilnehmern, sich über alle Workshop-Ergebnisse detailliert zu informieren. FINAKI dokumentiert diese Ergebnisse in der Ergebnisdokumentation. Die beschriebenen Inhalte dienen als Basis für die Workshop-Arbeiten. Moderatoren und Teilnehmer entscheiden gemeinsam, welche Schwerpunkte sie in ihrem Workshop bearbeiten.


Workshop 1:
Der digitale Wandel in der Applikationslandschaft
EAM als Gestalter oder Methode?
Workshopleitung: Ralf Ehrenborg, Fresenius Netcare GmbH
Hans Pezold, Uniper AG

Die Dynamik nimmt stark zu, die Veränderungszyklen werden kürzer und der Wandel in der Applikationslandschaft wird zum Tagesgeschäft: IT-Vendoren optimieren ihre Produktpalette und -technologien. Die Abhängigkeiten zwischen den Applikationen werden komplexer. Dies führt zu einer extremen Herausforderung an das Management des Life-Cycle von Applikationen und der gesamten Applikationslandschaft. Parallel verändern sich permanent die Märkte und unsere Unternehmen müssen hierauf schnell und effizient reagieren.
Die Digitalisierungswelle rollt und findet vermehrt Einzug. Die Digitalisierung verbindet Prozess- mit kommerziellen Informationen und muss in die bestehende IT-Landschaft integriert werden.
Cloud-Technologien ermöglichen zudem neue Geschäftsvorteile in den Bereichen Agilität, Stabilität, Skalierbarkeit und natürlich auch im Kostenmanagement.
Fundamentale Parameter aber bleiben: Was ist finanzierbar? Welche Ressourcen stehen zur Verfügung? Welche Abhängigkeiten müssen berücksichtigt werden? Welche Geschäftsprioritäten müssen gesetzt werden?
Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist: Stehen wir vor einem radikalen Wandel im Management von Applikationen – Vom eindimensionalen zum multidimensionalen Applikationsraum? Eine Zukunfts-Roadmap der eigenen Applikationslandschaft erscheint mehr denn je erforderlich.
In dieser Roadmap müssen all diese multidimensionalen Abhängigkeiten optimal für das jeweilige Business berücksichtigt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
In unserem Workshop untersuchen und diskutieren die Teilnehmer die Möglichkeiten und den Einsatz des Enterprise Architecture Managements, um die genannten Herausforderungen zu meistern. In Arbeitsgruppen tauschen wir bestehendes Wissen untereinander aus und erarbeiten Empfehlungen für alle Teilnehmer der SYSKOP2017.

Dabei beantworten wir u.a. folgende Fragestellungen:
• Welche potentiellen „Landezonen“ (SaaS, Public-/Private Cloud, Traditional Hosting etc.) gibt es für Applikationen und welchen Wert stellen sie bei?
• Welche Rahmenbedingungen müssen für die Landezonen erfüllt werden?
• Welche Rolle spielt EAM in der Auswahl und Gestaltung der Landezone oder kann auf EAM verzichtet werden?
• Gibt es Good Practices zum Management der zunehmenden Komplexität von Applikationslandschaften?
• Was muss sich ändern und welche Vorgehensweisen gibt es?
• Was sind die Empfehlungen der Arbeitsgruppe für die SYSKOP2017?



Workshop 2:
Digital Sourcing
Freiräume schaffen!
Workshopleitung: Wolfgang Kopp, BSH Hausgeräte GmbH
Kai Reichardt, Allianz Managed Operations & Services SE

Der digitale Wandel hat die Unternehmen erreicht und treibt das Business zu neuen, agilen Methoden in der Produktentwicklung und in der Zusammenarbeit. Dies sowohl unternehmensintern, als auch extern mit Kunden und Lieferanten. Speziell die klassisch aufgestellte Unternehmens-IT ist dadurch gezwungen, sich von gewachsenen Kulturen, Strukturen und Organisationsformen zu verabschieden und sich Freiräume zur Unterstützung der Digitalisierung zu schaffen. Standen bisher ein stabiler Betrieb, Verfügbarkeit, Datensicherheit und Kosten im Fokus, gilt es nun sich den geänderten Anforderungen mit Agilität, Flexibilität und Beratungskompetenz zu stellen. Dieser Wandel kann durch den konsequenten Einsatz passender Sourcing Modelle unterstützt werden. Sei es durch die Verlagerung von Infrastruktur- und Plattformservices in die Cloud, durch die Einbindung externer, agiler Projektteams in Form einer „Digital Factory“ oder die Verlagerung von Betriebsaufgaben in den Near- oder Offshoring Bereich.

Gleichzeitig stellt der zunehmende externe Bezug unterschiedlichster Leistungen völlig neue Anforderungen an die IT: es gilt rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten und die Daten- und Informationssicherheit für das Unternehmen zu gewährleisten. Die Integration dieser Leistungen in einem ganzheitlichen Ansatz für das Business wird zur zentralen Aufgabe für die IT. Die Rollen verändern sich weg vom Systemspezialist hin zum Berater, Architekt, Integrator und Steuerer digitaler Services. Die Mitarbeiter müssen sich diesem „digitalen Wandel“ stellen und vom Management aktiv durch den Change Prozess begleitet werden.

In unserem Workshop zeichnen wir ein aktuelles Stimmungsbild zum Sourcing von IT-Leistungen; welche digitalen Services haben bereits die erforderliche Marktreife erreicht, welche stehen in den Startlöchern, welche werden tatsächlich genutzt? Haben die Unternehmen den Wandel in ihrer Sourcing Strategie vollzogen und wie wirkt sich das auf die internen Strukturen und Prozesse aus?

Am Ende hat jeder Teilnehmer einen Überblick über das derzeit nutzbare Sourcing Spektrum und weiß, was bei der Nutzung dieser Services beachtet werden muss. Und er kann für sich die Frage beantworten, ob und wie Digitales Sourcing in seinem Unternehmen Freiräume schaffen kann!



Workshop 3:
Cyber Security Wargaming
Angriff auf zentrale Anwendungssysteme
Workshopleitung: Dr. Alexander Ziesemer, Thyssenkrupp Business Services GmbH
Michael Bartsch, Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit e.V

Die Bedrohungslage durch Angriffe durch das Internet hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Die Digitalisierung führt zu immer weiteren Angriffszielen. Gerade die IT-technischen Infrastrukturen und die zentralen Anwendungssysteme rücken dabei immer mehr in das Interesse der Straftäter. Egal ob Cyber Crime, Spionage oder Sabotage, Daten und IT-Systeme sind in vielen Bereichen die Lebensadern der Unternehmen. Eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse, der Diebstahl von Forschungs-, Kunden- und Produktionsdaten sind für viele Unternehmen angesichts der finanziellen Risiken und des Reputationsverlustes nicht tragbar.

Ein Cyber Security Wargame ist eine ideale Methode zu verstehen, wie Angreifer vorgehen, welche Gegenmaßnahmen es gibt und welche Strategien sinnvollerweise zur Vermeidung anwendbar wären.

Ein Cyber Security Wargame ist eine strategische Simulation, bei der es nicht um die technische Analyse des Angriffs geht, sondern um die Auswirkungen auf ein Unternehmen.

Im Wargaming Workshop wird ein gesamter Angriffszyklus aus Sicht der Angreifer und des Opfers durchgespielt, bei dem immer wieder eingebrachte neue Angriffsmuster und Wirkungsketten die Teilnehmer vor neue Aufgaben und Entscheidungen stellen, die es zu
lösen und zu treffen gilt.

Durch die kreative Methode des Wargaming werden Fragestellungen aufgeworfen, die die Teilnehmer mit in ihre Organisation nehmen und anhand derer sie überprüfen können, wie gut diese wirklich auf Cyberangriffe vorbereitet ist.



Workshop 4:
Design Thinking
Kreativität als Treibstoff für die IT
Workshopleitung: Henning Evers, Lufthansa Technik AG
Prof. Dr. Falk Uebernickel, ITMP AG I Universität St. Gallen

Nicht nur im Gesellschafts-, sondern auch im Berufsleben ist die Kreativität zu einer ökonomischen Anforderung geworden. Die Herausforderungen der heutigen Märkte sind zu komplex, um von dem einen einsamen Erfinder, der einen Abteilung oder nur dem einen Unternehmen gemeistert zu werden. Das ist der Grund, warum kollaborative Ansätze wie Open Innovation, Open Source so erfolgreich sind.
Als Methode kreative Problemlösungen zu erarbeiten hat sich Design Thinking als Innovationsmethode etabliert. Die Anwendungsfelder von Design Thinking sind heute vielfältig. Konzerne suchen mit der dynamischen Arbeitsweise nach Entscheidungsgrundlagen für unklare Situationen und digitale Strategien. Kommunen nutzten den kollaborativen Ansatz, um soziale Prozesse und Transformationen zu gestalten. Auf Basis eines iterativen Prozesses können nutzer und kundenorientierte Ergebnisse zur Lösung von komplexen Problemen entwickelt werden.
Design Thinking ist ein geeignetes Instrument, um divergierendes Denken und Mehrdeutigkeiten in einem Projekt kontrolliert entstehen zu lassen und trägt zur Reduktion von Projekt- und Entwicklungsrisiken bei. Beim Design Thinking dürfen Räume verändert, Hierarchien ausgeblendet und „Nicht-Experten“ zu „Sofort-Experten“ werden. Die Methode orientiert sich an der Arbeit von Designern, die als eine Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Ideenfindung, Verfeinerung, Ausführung und Lernen verstanden wird. Der strenge Fokus auf den Kunden und den Nutzer sowie kurze iterative Lern- und Entwicklungsschritte führen zu innovativen und schnell anfassbaren Ergebnissen.

An Fallbeispielen wollen wir gemeinsam den Werkzeugkasten des Design Thinking erfassen, ihn praktisch erproben und uns in der Gruppe die Methodik erarbeiten. Wir werden uns mit dem iterativen Prozess des Design Thinking in den einzelnen Phasen befassen:

• Verstehen
• Beobachten
• Standpunkt definieren
• Ideen finden
• Prototyp entwickeln
• Testen

Die Teilnehmer erweitern hiermit die kreative Methodenkompetenz und können den Innovationsprozess im eigenen Unternehmen fördern. Dies passt somit auch ausgezeichnet in das diesjährige Motto der SYSKOP „Next Generation IT – Digital is not enough!“.



Workshop 5:
Menschen entwickeln
Wohin soll die digitale Reise gehen?
Workshopleitung: Heiko Bode, TELCAT Multicom GmbH
Martin Krill, Hager Unternehmensberatung GmbH

Im Zeitalter der vierten industriellen Revolution verändert sich infolge der rasanten Digitalisierung eine Vielzahl der uns umgebenden Faktoren. Zwar stellt jene die konsequente Fortsetzung ihrer Vorgängerin, der „Digitalen Revolution“, dar. Jedoch ist die Dynamik hier ungleich höher. Anwendungsfelder vieler Digitalisierungstechnologien entwickeln sich exponentiell (z. B. IoT). In hoher Frequenz entstehen neue Produkte, Lösungen und Services. Etliche von ihnen haben disruptiven Charakter und stellen damit viele unserer gewohnten Abläufe, Verfahren und Tätigkeiten, aber auch Verhaltensweisen infrage.
In diesem Kontext muss zwangsläufig die Frage beantwortet werden, was unterdessen mit uns Menschen passiert bzw. besser noch, was mit uns Menschen passieren muss, um diese Entwicklung adäquat und zeitsynchron im Sinne hoher Mehrwerte begleiten zu können. Zielstellung dieses Workshops ist es daher, zum einen eine Vorstellung, wie der Mensch in einer umfänglich digitalisierten Zukunft aussehen wird, zu kreieren und zum anderen, was konkret getan werden muss, um ihn mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten dahin zu entwickeln. Hierfür sind folgende Inhalte von besonderer Relevanz:

• Kennzeichen künftiger Arbeitswelten, sozialer Umgebungen und individueller Bedürfnisse vs. Gegenwart
• Erarbeitung von Maßnahmen auf Unternehmensseite (z. B. Qualifizierung, Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen, Bereitstellung spezieller Anwendertechnologien, Schaffung von Bewusstsein)
• Aufgaben von Gesellschaft und Politik (z. B. gesellschaftliche Positionierung des Menschen im Kontext einer „durchtechnologisierten“ Welt)
• Überzeugung und Motivation der Menschen: Wie nehmen wir die Menschen mit?

Im Fokus sollen dabei Aspekte stehen, welche sich typischerweise durch Unternehmen selbst umsetzen lassen. Die Ergebnisse dieser Workshop-Arbeit können Anbieter- und Anwenderunternehmen verwenden, um geeignete, auf ihre individuellen Belange und Möglichkeiten zugeschnittene Programme für die Themenbereiche Qualifizierung, Organisation, Technologie und Motivation zu entwickeln. Das Besondere an diesem Workshop ist, dass es hier schwerpunktmäßig um uns selbst geht. Die aufgrund des Themas sicher sehr lebendige Gruppenarbeit wird in jedem Fall eines liefern: neue Erkenntnisse und anwendbare Rezepte zur erfolgreichen Entwicklung der Menschen im digitalen Zeitalter.



Workshop 6:
Digital Power by Partnership
Innovatoren mit Zukunft
Workshopleitung: Birgit Frohnhoff, Fiducia & GAD IT AG
Matthias Karbstein, DB Mobility Logistics AG

Im Zuge der Digitalisierung haben viele Unternehmen erkannt, dass sich der Wunsch nach neuen Geschäftsmodellen – nach disruptiven Innovationen – in den traditionellen Strukturen nur bedingt erfüllen lässt. Neue Formen der „Kooperation“ sind gefordert, um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben und nicht Gefahr zu laufen, von den „Digital Champions“ eingeholt oder gar überholt zu werden.
Doch wie haben es einige Unternehmen geschafft, mit neuen Geschäftsmodellen erfolgreich zu sein, und warum tun sich viele andere Unternehmen schwer, einen solchen Weg zu gehen?

Im Workshop wollen wir gemeinsam mit Ihnen Antworten auf Fragen finden wie:
• Was macht ein traditionelles Unternehmen aus?
• Welche Hürden müssen auf dem Weg in ein digitales Ökosystem genommen werden?
• Wie kann sich eine Start-up-Kultur mit der bestehenden Unternehmenskultur wertschöpfend verbinden?
• Welche Modelle der Kooperation gibt es und was sind deren Vor- und Nachteile?
• Wodurch waren diese Modelle erfolgreich, wodurch sind sie gescheitert?
• Welche Entscheidungskriterien gibt es zur optimalen Wahl eines Modells?
• Woran lässt sich erkennen, dass sich eine Innovationspartnerschaft erfolgreich etabliert?
• Wieviel Zeit und Geld muss in den Aufbau eines Ökosystems gesteckt werden?

Ziel des Workshops ist es, ein Framework zu erarbeiten, das es einem Unternehmen ermöglicht, die kritischen Erfolgsfaktoren erfolgreicher Kooperationsmodelle zu erkennen, um möglichst schnell ein maßgeschneidertes „Big-picture“ eines nachhaltig funktionierenden Ökosystems zu entwerfen. Welche Prozesse im Unternehmen müssen verändert, optimiert oder gar ganz abgeschafft werden, um eine Innovationspartnerschaft mit Zukunft aufzubauen? Auf der Basis von Impulsvorträgen und einer lebhaften und kreativen Teamarbeit wollen wir im Workshop das „Digitale Genom“ entschlüsseln. Dabei wird der gesamte Prozess von
der Initiierung des Innovationsprozesses über die Etablierung von Partnerschaften bis hin zur Reintegration ins Unternehmen oder aber auch der rechtzeitige Ausstieg kritisch unter die Lupe genommen.